I.B.T.®   integrative bindungsorientierte Traumatherapie bei Säuglingen, Kleinkindern und Vorschulkindern

 

 Im Gegensatz zu vielen Tieren kommen wir als Menschen sehr „unreif“ auf die Welt. Besonders in den ersten Lebensjahren sind wir auf Personen in unserer Umgebung angewiesen, die neben der allgemeinen „Versorgung“ (Nahrung, Schlaf, Schutz etc.) auch für Nähe, Liebe, Sicherheit und Geborgenheit sorgen. Aufgrund dieser Unreife können wir als Kind in den ersten Lebensjahren besonders schnell in eine Situation geraten, die sich für uns subjektiv überwältigend oder ausweglos anfühlt: Beispielsweise Komplikationen während der Geburt (Stecken bleiben, Nabelschnur um den Hals, …), eine zu frühe Geburt und Krankenhausaufenthalte, ein Unfall oder ein medizinischer Eingriff. Es kann passieren, dass ein solches Erleben mit überflutenden und eventuell auch andauerndem oder sich wiederholendem Stress verbunden ist.

 

Aufgrund der Unreife des Gehirns und der noch nicht gefestigten Persönlichkeitsstruktur können belastenden Erfahrungen zu weiteren Problemen führen. Bei den ganz Kleinen können z.B. Unruhe, exzessives Schreien, Fütterstörungen und Schlafprobleme auftauchen. Bei älteren Kindern kann es z.B. zu Entwicklungsverzögerung, Verhaltensauffälligkeiten (Bewegungsdrang, Aggressivität, Rückzug, …) oder auch körperliche Reaktionen wie Probleme mit Stuhlgang oder mit dem Wasserlassen kommen.

 

Auch als Erwachsene können wir in subjektiv ausweglose Situationen kommen. Wenn eine solche überwältigende Erfahrung nicht aufgelöst werden kann, kann es zu einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) kommen. Hier gibt es mittlerweile gute Behandlungsmöglichkeiten, unter anderem das sog. EMDR: Eye Movement Desensitization and Reprocessing; übersetzt: Desensibilisierung und Reintegration durch Augenbewegungen. Durch eine bilaterale Stimulation (Augenbewegungen rechts-links; aber auch durch akustische Reize oder klopfende Berührung, sog. Tapping) werden die belastenden Erfahrungen im Gehirn neu sortiert und „abgehakt“ und verlieren so ihren negativen Einfluss. 

 

Bei frühen belastenden Erfahrungen von Säuglingen und Kinder funktioniert dies ebenfalls – in etwas angepasster Form im Rahmen der I.B.T.® Methode.

 

Im Gegensatz zu den geläufigen Therapieformen beschränkt sich die I.B.T.® Methode nicht auf die reine Eltern-Beratung oder die Bearbeitung der Eltern-Kind-Beziehung/Bindung, sondern ermöglicht auch ein direktes Arbeiten mit dem Säugling, Kleinkind oder Vorschulkind. In einem ersten Schritt wird mit der Haupt-Bezugsperson die für das Kind belastende Situation bearbeitet. Ziel ist es, dem Kind die Geschichte der belastenden (Trauma-)Erfahrung in einem sicheren Rahmen zu erzählen (durch die Bezugsperson) und parallel die Integration der Erlebnisse durch eine bilaterale Stimulation (Tapping durch den Therapeuten) zu ermöglichen. 

 

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, sprechen Sie mich gerne hierzu an.